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3 leichte Tipps, um stärker zu schreiben, damit deine LeserInnen länger im Text bleiben.

Wenn die Absprungrate so hoch ist wie alle Berge im Himalaja, dann hast du ein Problem.

Die Absprungrate gibt an, wie lange dein Leser auf deiner Seite bleibt. Oder eben nicht. Umso kürzer er bleibt, umso höher die Absprungrate. Jetzt kannst du dir einreden, das war eh nicht meine Zielgruppe. Oder an deinen Texten arbeiten und besser Schreiben lernen. Wenn diese Zahl wirklich sehr hoch ist, sagen wir mal über 80 %, dann ist das ein Warnsignal, das du nicht ignorieren solltest.

Und jetzt fragst du dich sicher, was du tun kannst, um die Zahl nach unten zu drücken. Deswegen hier drei gepardenschnelle Tipps, um deine BesucherInnen länger auf deiner Site zu halten. Keine Sorge, die Tipps sind einfach und schnell umsetzbar. Dann liegt es an dir, sie in jedem Text einfließen zu lassen.

Tipp 1: “Kurz. Kürzer. Am kürzesten.”

Obwohl am kürzesten das kürzeste beschreibt, ist es das längste Wort. Das frage ich mich auch oft, wenn ich Artikel lese. Vor allem Artikel die technisches Wissen vermitteln. Verstehe mich nicht falsch, ich liebe technische Spielerei und bilde mich gerne in dem Bereich weiter. Mein Bücherregal hat mehr Fachbücher als Romane. Was ich aber an den meisten hasse: Sie schreiben so ausgedehnte Texte und Wörter wie eine Toilettenpapierrolle lang ist. Auch wenn zu Zeiten das Toilettenpapier knapp war. So war ich oft überrascht, dass die Rolle doch länger hält als gedacht.

Das Problem bei zu langen Texten: zu viele Informationen. Das Gehirn kann, wenn du der Forschung glaubst, nur sieben Informationen gleichzeitig aufnehmen. Sieben. Wenn du also in einen Absatz zehn reinpackst. Dann ist das Leserhirn bereits voll und jede weitere Information schwappt über. Nichts geht mehr rein. Und die vorherigen sieben Informationen scheinen auch nicht recht gut verarbeitet.

Du siehst: Du kannst über alles schreiben. Du solltest sogar viel Wissen verbreiten. Achte darauf, diese häppchenweise anzubieten. Nicht mit dem All-you-can-eat-Buffet ins Koma fressen, bist nichts mehr reinpasst. Lieber das 4-Gänge-Menü, wo zwischen den Mahlzeiten verdaust. Mal abgesehen, dass Letzteres auch ein angenehmes Gefühl vermittelt. Und deine LeserInnen gerne wieder kommen.

Viele Informationen in kleinere Absätze packen. Oft hilft auch: Wiederhole die Informationen noch mal. Natürlich anders erklärt, sodass du jeden abholst. Der nächste Tipp hilft dir, das besser umzusetzen.

Tipp 2: “Ähm, gibt das auch ordentlich?”

Ja, das mit der Ordnung ist so eine Sache. Ich habe zwei Kinder. Ein Junge und ein Mädchen. Wer denkst du ist ordentlicher? Das Mädchen? Falsch. Es ist das Junge. Mädchen lieben einfach sammeln. Sie sammelt alles, was ihr nur ein marginal gefällt. Und glaube mir, das Spektrum ist galaktisch groß. Und was tut sie mit ihrer gigantischen Schrottsammlung: einfach mal irgendwo hin. Ohne Struktur. Ohne Sinn. Hauptsache es ist da.

Und genau das passiert mit Blogbeiträgen. Mal abgesehen, dass BloggerInnen dazu neigen, zu viele Informationen in zu wenig Platz zu quetschen: Fehlt die Struktur. Viele würden jetzt sagen, der rote Faden. Mir ist das zu abgedroschen. Ein Faden lässt sich zu schnell durchschneiden und neu anordnen. Bleiben wir also bei Struktur.

Überlege für jeden Absatz, den du schreibst, ist das eine neuer Gedanke? Eine völlig neue Information? Die zwar auf der Vorherigen aufbaut, dennoch für sich steht? Dann wird es Zeit für eine Zwischenüberschrift. Die helfen dir auch gleichzeitig dabei, deine Informationen besser aufzudröseln. Damit du eben nicht so viel auf einmal schreibst. Sondern versuchst dem Leser Informationen stückweise zu geben.

Jeder Gedanke bekommt mindestens eine Zwischenüberschrift. Oder jede neue größere Information. Ist die Information so galaktisch groß wie die Sammlung meiner Tochter, dann versuche diese in Teile zu schneiden. Wie den roten Faden, den du zerschneiden und neu anordnen kannst. Bei zu vielen unterschiedlichen Gedanken hilft nur ein neuer Artikel mit einer eigenen Überschrift. Ansonsten hilft dir der nächste Tipp, auch das Problem zu lösen.

Tipp 3: “Einfach mal die Klappe halten!”

Ja, so sieht es aus. Wie dir das beim Schreiben helfen soll? Mal abgesehen, dass du nun vielleicht ein wenig beleidigt bist. Kann ich verstehen. Niemand lässt sich gerne den Mund zu halten und dennoch ist es so wichtig. Einfach mal Schweigen und nichts sagen. Warum das so wichtig ist, willst du wissen?

Stell dir mal vor, du schreibst über biochemische Vorgänge im Körper. Und gehst ganz genau ins Detail. Also so richtig genau. Da wird jede Verbindung erklärt, am besten mit der Atomstruktur, das auch jeder das versteht. Und genau da liegt die Kuh im Gras und kommt nicht weiter. Klar, du verstehst dein Thema, das ist auch gut so. Aber du fängst an, zu lang zu werden. Deine LeserInnen können dir nicht mehr folgen. Statt also kassenbonlange (ich meine von einem 2-Wochen-Einkauf) Artikel zu schreiben, einfach mal ein Stop einlegen.

Jeder Artikel darf nur eine Kerninformation transportieren. So wird das Lesen leichter und dein Leser ermüdet nicht schon vorher. Und gibt im schlimmsten Fall vorher auf. Du willst das deine LeserInnen bis zum spektakulären Finale bei dir bleiben. Schreibe lieber für jedes Thema einen neuen Artikel. Als in einem alles reinzupacken. Wenn die Themen zusammenhängen, kannst auch einen Artikelreihe daraus machen. Das hat noch weitere Vorteile.

Schreibe übersichtlich, nie zu viele Informationen in einem Absatz und Artikel. Und bevor du anfängst, deinen Text unnötig auszuschmücken, damit es nach mehr aussieht. Lass es lieber.

Was ist dein bester schnellster Schreibtipp, den du je bekommen hast? Was hat dir am meisten geholfen? Schreib es in die Kommentare. Ich werde garantiert antworten.

Starte textvoll

Deine Désirée

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