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Die Über-mich-Seite schreiben: 7-Schritte mit Beispielen zum sofort starten

Klaus rannte jeden Morgen durch den Flur und erzählte jedem Kollegen, den er traf: “Ich bin wichtig und ich habe viel zu tun.”

So fragte ich mich jeden Morgen, wenn der Kerl soviel zu tun hat, warum verplempert er jeden Morgen seine Zeit. Und der Flur war lang. Er fing hinten an und bummelte dann bis nach vorne zu seinem Zimmer.

Bis dato konnte ich nie verstehen, wie der Kerl mehr Geld als der Rest verdiente. Dann wurde es mir klar. Sein Zimmer war direkt eins vorm Vorstandszimmer. Durch sein täglich erzählen, wie wichtig und wie viel er zu tun hat, hat er Berühmtheit erreicht. Ob er gut und kompetent war, war nicht wichtig.

Folglich sorgte diese Routine dafür, dass jeder glaubte, er sei wichtig. Kurzum schon war er der bestbezahlte Mitarbeiter. Nur durch Mundpropaganda…. Das ist heute so nicht mehr möglich. Also brauchst du eine Über-Mich-Seite, die genau den Teil übernimmt.

Also mach es wie Klaus, erzähle was du Tolles bieten kannst und wie du anderen helfen kannst. Natürlich bist du noch was schlauer als Klaus: Du wirst das Ganze auch abliefern und nicht nur quatschen.

Brauch ich das wirklich? Ich will nicht wie Klaus sein.

Kurz und knapp: Ja! Ich kenne hervorragende Blogs, die keine Über-mich-Seite haben. Du googelst und wirst auf einen Blog weitergeleitet. Dir gefällt, was du liest. Was tust du als Nächstes? Ich rate mal und werde zu 99 % einen Treffer landen. Du gehst auf die Über-mich Seite. Du willst einfach wissen, wer so tolle Inhalte mit dir teilt.

Wir lieben es, Gesichter zu sehen. Wenn wir auf eine Party gehen, gehen wir nur dahin “um zu sehen und gesehen zu werden”. Dasselbe Phänomen trifft auch in der Blogosphäre zu. Also lass die Gelegenheit nicht aus, dich wie Klaus auf der Party sehen zu lassen.

Lass uns eine Über-mich-Seite schreiben, die so rockt, sodass die Party nur noch bei dir stattfindet.

Und wenn ich nicht gerne über mich selbst rede?

Ich auch nicht. Die meisten Menschen haben damit ein Problem. Aber in deinem dunklen Keller Versteckenspielen und hoffen, jemand holt dich daraus, funktioniert nicht mal in Horrorfilmen. Und nein, auch Klaus wird dich nicht retten, außer du setzt seine Ideen um.

Was muss unbedingt in die Über-mich-Seite rein?

Die Über-mich-Seite, da gibt es so einige Exemplare. Von fantastisch bis fürchterlich oder gar nicht. Da du natürlich zu ersten gehören willst, solltest du ein paar Dinge beachten. Ein paar Sachen über dich sollten drin stehen. Und ein paar definitiv nicht. Wovon ich genau rede?

#1 Die knackige Überschrift

Du schreibst auf gar keinen Fall einfach: “Über mich”. Das ist zwar nett, dass du das tun willst, aber das ist nicht nötig. Wer auf den Link klickt, weiß, wo er landet. Als Stilmittel in klein oben ist das erlaubt. Solange es deiner echten Überschrift nicht die Bühne wegnimmt.

Beantworte die zwei Fragen:

  • Wie hießt du?
  • Was machst du oder was hast du gelernt?

Versuche, in einem Satz die beiden Fragen konkret zu beantworten. So weiß dein Leser sofort, um was es geht und ob er auf deiner Site sein Problem lösen kann. Es dürfen auch zwei Sätze sein. Aber nicht mehr.

Beispiele

“Ich bin Sandra und bin Bloggerin und TCM-Spezialistin.”

“Hey, ich bin Klaus und bin Speaker und Zeitmanagement-Profi.”

“Aloha, ich bin Marie. Ich bin Mutter und Gründerin von Tierwohl.”

Du hast jetzt gelernt, was in den ersten Satz gehört. Das ist auch schon der erste Teil, gehen wir zum Nächsten.

#2 Das schreckliche Bild

Du halb nackt auf dem Klo? Besser nicht. Manche lieben sie, andere hassen sie. Bilder von sich selbst. Ich gehöre in die zweite Kategorie. Was hat mein Schreibtalent mit meinem Äußeren zu tun?

Genau. Nichts.

Da sind wir wieder bei Klaus. Ob er sich schön fand, weiß ich nicht. Sich selbst beim Reden zuhören, das war seine Leidenschaft. Das durch den Flurschlendern, war sicher anstrengend, dennoch hat er es geliebt.

Wer nicht präsent ist, ist nichts. Also ein Bild muss her. Ob du es nun willst oder nicht. Wenn wir uns im realen Leben treffen, versteckst du dich auch nicht hinter der Litfaßsäule und ich spreche zu einem Stein. Würde auch echt blöd aussehen. Für wen, kannst du dir aussuchen.

Muss das professionell sein?

Da ich selbst gelernte Designerin bin, unterstütze ich gerne meine Fotografen-Kollegen und sage: Ja. Buche dir einen guten Fotografen in deiner Nähe. Lass dich in mehrere Positionen ablichten, draußen oder bei der Arbeit. Und schaue, dass du unterschiedliche Bilder bekommst. Falls das geldlich nicht drin ist, dann wenigstens ein gutes für die Über-mich-Seite.

#3 Die überzeugende Einleitung

Jetzt kommt der spannendste Teil. Hier entscheidet sich alles. Ob du es schaffst von “Oh, die Person ist nett” zu “Wow, von der Person will ich mehr lesen, die kann mir wirklich helfen”, schaffst.

Also um was genau geht es in deinem Blog? Hier die Frage die du beantworten solltest:

  • Wie kannst du deiner Leserschaft helfen?
  • Was ist das Thema deines Blogs?

Auch hier gilt werde konkret. Was kannst genau du für deine Leserschaft tun. Wie kannst du ihnen helfen. Du kannst durch Fragen Spannung erzeugen. Indem du genau die Fragen aufschreibst, die sich deine Leser stellen.

Beispiele

Klaus könnte schreiben: “Ich helfe dir, deine Zeit so einzuteilen, dass du mehr Zeit für die wichtigen Dinge hast.”

Marie könnte schreiben: “Ich bringe dir bei, wie du dein Haustier richtig pflegst und mehr Liebe zurückbekommst.”

Hier kannst du zwei, drei Sätze schreiben. Manchen kürzen das auch auf einen. Bis jetzt läuft es ziemlich einfach.

#4 Die umwerfende Aufzählung

Wir steigern uns weiter. Hier geht es darum, genau aufzulisten, was der Leser hier findet.

  • Welche Vorteile hat der Leser, deinen Blog zu lesen?
  • Was findet er bei dir?

Werde konkret. So konkret, dass du deine Leserschaft direkt einspinnst. Keiner soll entkommen, außer die Leser, die für dich nicht wichtig sind.

Nutze am besten Stichpunkt. Stelle klar um was es geht, und um was es nicht geht. Hier darfst du auch gerne mal witziger sein. Meist wirkt es so, als würde es ums Leben gehen. Vergiss den Spaß dabei nicht.

Beispiel

Du erfährst auf meinen Blog,
wie du schneller mit Kollegen ins Gespräch kommst.
– wie du deinen Chef beeindruckst, ohne zu arbeiten.
– welche Tools dir helfen, noch weniger zu arbeiten.

Du bist nicht hier, um noch härter zu arbeiten. Ich zeige dir nur, wie du mit weniger auskommst.

Ich gebe zu, das Beispiel ist sehr überspitzt und Klaus tut mir fast ein wenig leid. Du weißt jetzt was zu tun ist. Auf meiner Über-mich-Seite findest du natürlich ein viel besseres Beispiel.

#5 Die lupensicheren Beweise

Jetzt wird es Zeit fürs Angeben … ich meine beweisen. Beweise brauchst du, um Vertrauen aufzubauen. Deine Besucher kennen dich nicht. Woher sollen sie wissen, ob du gut bist? Du hast fünf Möglichkeiten, dass zu tun. Wähle nur maximal drei aus. Zu viel wirkt verzweifelt ;).

1. Kundenstimmen

Ein sehr beliebtest Mittel ist, andere für sich sprechen zu lassen, wie in dem Beispiel:

Hier kannst du richtig Gas geben und deine Über-mich-Seite mit 20 Kundenstimmen zu pflastern, dass dein eigener Text verschwindet. Ja, so was habe ich schon gesehen. Es ist weder schön noch hilfreich. Wenn du ein, zwei wirklich legendäre Kundenstimmen hast, pack sie drauf, sonst gilt: weniger ist besser.

Ein Problem sehe ich dennoch mit solchen Kundenstimmen. Der Missbrauch ist zu hoch. Es ist zu leicht, diese einfach selbst zu schreiben. Woher sollen deine Leser den nun wissen, ob das echt ist?

Achte darauf, auf die echte Site zu verlinken. Im besten Fall erwähnt der andere Blogger dich ebenfalls. Und es sollte nicht zu übertrieben klingen. Zuviel Lob kann unecht wirken.

2. Bekannt-aus

Ebenfalls häufig benutzt und soll vertrauen aufbauen. Die Bekannt-aus-Logo-Liste. So oder so ähnlich kann das aussehen.

Bekannt aus:

Auch hier gilt übertreibt es nicht. Nur wenn es Logos von Marken sind, die wirklich vertrauen erzeugen. Einfach irgendwelche nehmen, funktioniert nicht.

Das lässt sich natürlich auch leicht erzeugen. Ohne viel Aufwand stehen die Logos, die deine Leser über den Tisch ziehen sollen. Oder nicht?

Sei also schlauer und verlinke die Logos zu dem Artikel, warum du daraus bekannt bist. Nur so lässt sich reales Vertrauen aufbauen.

3. Zertifikate

Ebenfalls sehr beliebt, Zertifikate, die du im Laufe deiner Arbeit oder Ausbildung erworben hast. Das wäre der Punkt, diese zu präsentieren. Solange sie zum Beruf und dein Angebot passen und sie qualitativ was aussagen.

Einfach nur um Fläche zu füllen, etliche hinzuklatschen, hilft dir und deinen Lesern nicht.

4. Bewertungen

Bewertungen nehmen weiter zu. Ob Google-Bewertungen, Trusted Shops oder ProvenExpert. Alle dienen sie dazu, echtes Vertrauen aufzubauen. Falls du so was hast. Prima binde sie ein.

Natürlich bist du auch hier nicht ganz vor Betrug sicher. Sowie es bei Amazon derzeit sehr beliebt, Bewertungen zu kaufen, geht das auch da. Aber es ist deutlich schwerer.

Wenn du also eine Bewertung brauchst, sorge dafür, dass sie öffentlich zugänglich ist. Sodass klar ist, die kann nicht gekauft oder selbst erstellt sein.

5. Berufserfahrung

Berufserfahrung ist wichtig. Dennoch sagt sie nichts über Qualität aus. Du kannst wie Klaus 20 Jahre Erfahrung haben und dennoch nicht der Experte in deinem Bereich.

Verstehe mich nicht falsch. Berufserfahrung ist wichtig. Aber kein Grund, dich zu bevorzugen.

Wenn du es erwähnen willst, dann fass dich kurz. Schweife nicht aus. Kein Lebenslauf. Versuche, das kurz mit in den Text einfließen zu lassen, so als Nebeninformation.

Dasselbe gilt für Stationen und Unternehmen, in denen du gearbeitet hast. Nur die Relevanten. Nur wen sie zu deinem Angebot passen. Interessieren tut es eh nur dich selbst.

Deine Über-mich-Seite schreibst du nicht für dich, sondern für deine Leserschaft.

Du willst nicht angeben? Kann ich verstehen, meins ist auch nicht. Aber versuche dennoch was unterzubringen. Du hast noch nichts? Dann lass es erst mal weg und fülle das später aus.

Alternative: Nimm Zitate oder etwas, was dich besonders macht. Was natürlich deine Leser auch wirklich interessiert. Falls du das nicht willst, weglassen ist besser als zu lügen oder zu erzwingen.

#6 Deine bahnbrechende Geschichte

Ok, bahnbrechend muss sie nicht sein. Aber von dir und ehrlich. Jetzt darfst du dich vorstellen. Erzähle deine Geschichte so persönlich wie du magst. Diese zwei Fragen werden dir helfen:

  • Wie bist du auf das Thema gekommen?
  • Was bedeutet das Thema für dich?

Du hast so lange darauf gewartet. jetzt ist deine Zeit. Wenn dir deine LeserInnen bis hierhin gefolgt sind, dann wollen sie es wirklich alles über dich wissen. Bühne frei: für dich. Los geht’s.

#7 Der klickstarke CTA

CTA klingt wie ein Geheimagent, der mit der Pistole durch deinen Blog jagt und um sich schießt. Leider ist es viel langweiliger. CTA steht für “Call-to-Action” und heißt übersetzt “Aufruf zum Handeln”.

Es ist ein Bereich, in dem du etwas verkaufst, mit einem deutlichen Button drin. Den sollen deine LeserInnen unbedingt klicken. Dein Verkaufsstand im Internet.

Dort kannst du alles anbieten, je nachdem, wo dein Fokus liegt. Du willst mehr Newsletter-Abonnenten? Pack die Anmeldung dahin. Du verkaufst ein Produkt? Auch ein guter Ort, um darauf aufmerksam zu machen.

Du bietest eine Dienstleistung an? Bester Ort, deine Leserschaft direkt aufzufordern, dich zu kontaktieren. Was auch immer es ist, biete deinen LeserInnen die Hand. Gibt ihnen die Chance, sie zu nehmen.

Du hast deine LeserInnen auf deine Seite gebracht. Jetzt willst du ja nicht, dass die alles lesen und einfach wieder verschwinden. Oder doch?

Bis hierhin hast du die wichtigsten Punkte durch. Wenn du diese Vorlage nutzt, wird deine Über-mich-Seite super funktionieren. Deine LeserInnen werden sie gerne lesen.

Falls du dich jetzt fragst, ob dann nicht irgendwann alle Über-mich-Seiten gleich öde aussehen? Das könnte passieren und das wollen wir natürlich nicht.

Was kann ich anders machen?

Du willst noch mehr von deiner Person zeigen? Sehr gut, dann sind wir einer Meinung. Jetzt kommt der Teil, der am meisten Spaß bringt. Jetzt beweise, dass du nicht nur Vorlagen befolgst, sondern mutig bist.

Alle reden immer über Persönlichkeit zeigen. Du hast den langen Absatz dafür geschrieben. Das reicht noch nicht. Da geht noch was. Wenn du dich traust, hänge ganz unten an:

  • charmante Geschichten über dich und dein Leben.
  • stelle pelzige Mitarbeiter vor, die dein Leben mitgestalten.
  • zeige Hobbys von dir, die es in sich haben.
  • lustige Bilder von dir die deinen Charakter hervorheben.

Das war’s schon? Mehr ist es nicht?

Mach’s wie Klaus und sei präsent. Erzähle allen wer du bist und was du kannst. Dann wird deine Über-mich-Seite besser als 90 % da draußen.

Du willst, nicht dass deine Über-mich-Seite aussieht wie dir der anderen? Ok. Schmeiß die Regeln übers Webboard. Achte darauf das du diese zwei Fragen immer beantwortest:

  • Wer du bist und was ist dein Thema?
  • Was du für den Leser tun kannst, damit er denkt: “Die Person ist die richtig für den Job.”?

Oder wo auch immer dein Fokus liegt. Viel Spaß beim (neu)schreiben.

Hier kommt mein CTA: Poste deine Über-Mich-Seite in die Kommentare und ich schaue sie mir gerne an. Ich gebe dir garantiert eine Antwort.

Starte textvoll

Deine Désirée

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